Auberginen anbauen: Pflanzen und Pflegen der leckeren Eierfrucht für eine schöne Ernte aus dem eigenen Garten


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Die Aubergine (Solanum melengene) ist eine wärmeliebende, beliebte Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse. Sie ist entgegen der häufigsten Vermutungen eine Frucht, kein Gemüse. Sie liebt das Sonnenlicht und wird in Südostasien, wo sie als mehrjährige Pflanze angebaut wurde, seit tausenden von Jahren kultiviert. Lernen Sie einige Tricks, wie Sie Auberginen anbauen können und genießen Sie tolle Speisen, reich an Ballaststoffen und Nährstoffen wie Vitaminen B1, B6 und Magnesium, aus dem eigenen Garten.

Auberginen anbauen: Wann, wie und wo pflanze ich sie an?

Liefert gesunde Ballaststoffe B-Vitamine und Magnesium

Da die Aubergine eine lange Zeit, etwa 6 Monate, zum Wachsen braucht, sollten Sie mit der Einpflanzung früh im Jahr, 6 bis 8 Wochen vor dem letzten Frühlingsfrost beginnen. Dabei müssen Sie sie vorerst im Innenraum hochpäppeln, da sie keine Kälte verträgt. Pflanzen Sie die Auberginen-Samen in einen mittelgroßen Blumentopf, in etwa 1,5 cm Tiefe. Wobei Sie nicht mehr als 2 Samen pro Topf verwenden sollten. Die schwächeren Pflänzchen können später aussortiert werden. Nutzen Sie eine reichhaltige Kompost-Mix-Erde.

Auberginenblüten brauchen immer genügend Sonnenlicht

Stellen Sie sicher, dass die Pflanzenerde immer feuchtwarm ist, stellen Sie den Topf also an einen sonnigen und warmen Ort im Innenraum, etwa ein sonnenbeschienenes Fensterbrett oder ein beheiztes Gewächshaus. Die Keimung sollte innerhalb von 14 bis 21 Tagen erfolgen. Sobald sich die Wurzeln am unteren Ende des Topfes zeigen, sollten Sie die Pflanze in einen größeren Topf umtopfen.

Auberginen anbauen: Wann Sie die Jungpflanzen herausbringen sollten

Jungpflanzen brauchen viel Wärme und Licht vor Frost schützen

Auberginen-Pflanzen brauchen Wärme, sonst gedeihen sie nicht richtig oder bringen eine Miniernte hervor. Um das zu vermeiden, sollten Sie mit dem Hinausbringen warten, bis die Nachtfröste vorüber sind. Genauer gesagt sollten die Nachttemperaturen nicht niedriger als 15 Grad betragen. Dies ist in unseren Breitengraden erst gegen Ende des Frühlings der Fall.

Auberginen anbauen im Gewächshaus wenn es draußen noch zu kalt ist


Wenn Sie sie vorher hinausbringen wollen, ist es ratsam ein Gewächshaus bereitzustellen oder eine mobile Überdachung für die Nacht. Vergessen Sie nicht diese am Tag zu entfernen um die verschiedenen Nützlinge an die Pflanze heranzulassen. Bevor Sie die Pflanze draußen einpflanzen, versichern Sie sich, dass Sie einen kompostreichen Boden, zum Beispiel mit selbst hergestelltem Kompost, vorbereiten. Um sicherzugehen, dass der Boden nicht zu kalt ist, können Sie ihn zum Aufwärmen, eine Woche vor der Einpflanzung abdecken.

Wie Sie die jungen Auberginen draußen einpflanzen

Auberginen anbauen die jungen Pflanzen hinaussetzen Wann

Setzen Sie die Pflanzen in einem Abstand von 60 bis 75 cm zur Nebenpflanze. Jede Reihe sollte 90 cm Platz zur Nächsten haben. Da die Früchte schwer werden und das Gewächs zum Einknicken bringen können, bringen Sie für jede Pflanze eine Rankhilfe, einen Stab oder Stock an, um sie daran zu befestigen und ihr zu helfen, die Früchte zu tragen. Dies sollten Sie im Vorfeld tun. Zum Schluss mulchen Sie den Boden um die Pflanzen herum, damit sie sich bei Bedarf zusätzliche Feuchtigkeit ziehen kann.

Auberginen anbauen: Pflanzung in Blumenkübeln

Auberginen anbauen im Kübel 1-Jährig anpflanzen und regelmäßig düngen


Wenn der zur Verfügung stehende Platz begrenzt ist, können Auberginen auch im Blumenkasten eingepflanzt werden. Eine Pflanze benötigt einen mindestens 20 Liter fassenden Blumentopf. Nutzen Sie einen Topf in schwarzer Farbe, um das Sonnenlicht maximal zu absorbieren. Achten Sie darauf, dass die Erde feucht bleibt und dass die Pflanzen auch im Blumentopf eine Stütze haben. Düngen Sie die Aubergine regelmäßig, da die Nährstoffe im Topf schneller verbraucht werden. Suchen Sie sich eine kleinere Auberginen-Art, die für die Pflanzung im Topf geeignet ist. Die Pflanze braucht etwa 6-8 Stunden Sonnenlicht am Tag. Wenn das in Ihrer Region nicht gegeben ist, stellen Sie sie in ein Gewächshaus.

Warum wachsen sie nicht? Mögliche Probleme und Lösungen

Auberginen anbauen Wann Sie die jungen Pflanzen hinaussetzen

Wenn die Anforderungen an Wärme und Sonnenlicht gewährleistet sind, bereitet die Züchtung der Auberginen-Pflanze eher weniger Probleme. Dennoch kann es zu Schwierigkeiten kommen, beispielsweise ein Schädlingsbefall oder Krankheitsbefall der Pflanze.

Kohl-Erdfloh

Der Kohl-Erdfloh kann die Pflanze befallen und beides, ihr Wachstum und die Ernte, schwächen. Um das zu vermeiden, genügt es oft vor der Einpflanzung draußen etwas länger zu warten, damit die Pflanze stabil genug ist, so einen Angriff abzuwehren oder zu verkraften.

Blattläuse 

Reife Frucht viel Spaß bei der Ernte und guten Appetit

Wenn Sie den Befall von Blattläusen an der Pflanze entdecken, können Sie sie zum einen mit der Hand befreien oder chemiefreie Mittel nutzen, um die kleinen Schädlinge fernzuhalten. Eine Möglichkeit dazu wäre die Besprühung mit leichtem Seifenwasser mittels einer Sprühflasche. Auch die Besprühung mit einer leichten Neemöl-Wasser-Mischung wirkt wahre Wunder. Machen Sie sich nach Techniken zum Permakultur Gärtnern sachkundig und nutzen Sie diese naturfreundlichen Methoden.

Verticillium-Welke

Die Verticillium-Welke ist eine bodenbürtige Pilzbefall-Erkrankung, die ein Absterben der Pflanze verursachen kann. Versuchen Sie, eher Krankheit-resistente Arten zu pflanzen, und rotieren Sie die Bepflanzung jedes Jahr, um dem vorzubeugen.

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