Hemmt schwarzer Tee die Aufnahme von Eisen?

Die Schätzung der Aufnahme (Absorption) von Nicht-Hämeisen – das Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln- in den menschlichen Körper ist insgesamt schwierig. Sie wird nicht nur durch die Verfügbarkeit aus der Kost bestimmt, sondern auch durch den Eisenstatus und -bedarf des jeweiligen Menschen. Zum Beispiel ist die Eisenabsorption während einer Schwangerschaft erhöht.

Betrachtet man die Aufnahme von Eisen muss man zwischen pflanzlichem und tierischem Eisen unterscheiden. Der Unterschied liegt in der chemischen Struktur. Das Eisen aus tierischen Lebensmitteln (Hämeisen) kann der Mensch viel besser aufnehmen als das aus Obst, Gemüse und Getreideerzeugnissen (Nicht-Hämeisen).

Die Absorptionsrate für Nicht-Hämeisen beträgt lediglich 1 bis 10 Prozent (zum Vergleich 20 bis 30 Prozent bei Hämeisen). Dabei können zahlreiche Faktoren die Absorptionsrate beeinflussen. Sowohl der Verdauungstrakt selbst als auch verschiedene Nahrungsbestandteile mit ihren diversen Eigenschaften und Wechselwirkungen spielen eine Rolle.

Am stärksten gefördert wird die Bioverfügbarkeit von Nicht-Hämeisen durch Vitamin C. Es wandelt die Eisen-Ionen im Darm in die besser lösliche und absorbierbare Form um.

Die Bioverfügbarkeit von Nicht-Hämeisen wird am meisten verringert durch Tannine aus pflanzlichen Lebensmitteln, insbesondere aus Tee und Kaffee, sowie durch Phytate aus Getreide. Dieser Effekt kann aber durch Vitamin C aufgehoben werden. Wenn keine Kombination mit Vitamin C –haltigen Lebensmitteln möglich ist, sollten Sie direkt vor, während und nach einer eisenreichen Mahlzeit keinen schwarzen Tee und Kaffee trinken.