Zecke im Kinderhaar: So erkennen und entfernen Sie den Parasiten richtig


Zecken: Die heimlichen Parasiten, die sich gern verstecken

Zecken leben vor allem in hohem Gras, Sträuchern, Wäldern, aber auch in Gärten. Sie nutzen die Gelegenheit, wenn Menschen oder Tiere vorbeigehen, um sich unauffällig an der Haut festzubeißen. Dabei verläuft ihr Biss fast schmerzlos – genau deshalb bemerkt man ihn oft erst hinterher. Eine Zecke kann mehrere Stunden bis sogar mehrere Tage am Körper haften bleiben, ohne entdeckt zu werden. Besonders unter dichtem Kinderhaar sind sie schwer aufzuspüren.

So entfernt man eine Zecke richtig

Viele machen sich vor allem vor diesem Schritt Sorgen – dabei ist er durchaus einfach zu bewältigen. Das wichtigste Hilfsmittel ist eine spezielle Zeckenzange mit feiner Spitze, die man schon für wenige Euro in Apotheken bekommt. Dabei greift man die Zecke so nah wie möglich an der Haut, zieht sie vorsichtig aber bestimmt nach oben, ohne sie zu drehen oder zu quetschen. Auf keinen Fall sollten Hausmittel wie Ether, Öl, Vaseline oder das Anbrennen der Zecke angewendet werden, denn diese können dazu führen, dass die Zecke ihren Mageninhalt zurückstößt und so die Gefahr einer Infektion erhöht wird.

Nach dem Entfernen wäscht man die betroffene Stelle sorgfältig mit Wasser und Seife oder einem milden Antiseptikum. Die entfernte Zecke bewahrt man in einem kleinen luftdichten Behälter auf – falls der Arzt sie identifizieren möchte. Zuletzt wäscht man gründlich die Hände.

Auf welche Symptome man in den folgenden Tagen achten sollte

Ein leichtes Röteln rund um die Einstichstelle ist zunächst unbedenklich. Trotzdem sollte man in den zwei bis drei Wochen danach wachsam bleiben. Warnsignale sind unter anderem Fieber, Schüttelfrost, ungewöhnliche Müdigkeit, Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten oder eine sich ringförmig ausbreitende Hautrötung um die Bissstelle. Letzteres weist auf Borreliose hin – eine ernstzunehmende, aber bei früher Diagnose gut behandelbare Erkrankung.

Im Zweifelsfall sollte man immer ärztlichen Rat einholen. Wenn das Kind nach einem Zeckenbiss Atemprobleme, starke Schwäche oder heftige Kopfschmerzen entwickelt, ist umgehend ein Krankenhaus aufzusuchen.

So schützt man sich künftig effektiv vor Zeckenbissen

Vorbeugung ist das beste Mittel, um unangenehme Begegnungen mit Zecken zu vermeiden. Bei Spaziergängen oder Ausflügen in die Natur empfiehlt es sich, möglichst geschlossene Kleidung zu tragen – also langärmelige Hemden oder Jacken, lange Hosen und festes Schuhwerk. Nach dem Aufenthalt draußen sollte der Körper des Kindes gründlich abgesucht werden: Kopfhaut, hinter den Ohren, Achselhöhlen, Kniekehlen und Knöchel gelten als bevorzugte Verstecke. Auch bei Haustieren ist Kontrollieren wichtig, da sie Zecken ins Haus bringen können, ohne dass man es bemerkt.

Ein wenig Aufmerksamkeit nach jeder Outdoor-Aktivität reicht oft aus, um die meisten Probleme zu vermeiden.